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Ihre Frage – unsere Antworten.

Warum ist das Neubauprojekt „Zeise 2“ in der öffentlichen Wahrnehmung eigentlich so umstritten?

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat das Grundstück „Zeise-Parkplatz“ 1997 ganz bewusst als Areal für förderungswürdiges Gewerbe ausgewiesen – zur Ansiedlung von Arbeitsplätzen.

Viele Jahre hat die Stadt daraufhin versucht, das Grundstück entsprechend zu entwickeln und attraktive Unternehmen für diesen Standort zu begeistern. Doch die interessierten Firmen haben sich letztlich immer für andere Standorte entschieden, beispielsweise Greenpeace (erst Fischmarkt, jetzt HafenCity) oder Tesa (Norderstedt).

Daraufhin haben wir uns an dem sogenannten „Ideenträgerwettbewerb“ der Stadt beteiligt und ein Wohn- und Geschäftshaus mit 86 Wohnungen und großem Gewerbeanteil geplant, 41 der Wohnungen im öffentlich geförderten Wohnungsbau. Während der Planungsphase zeigte ein Unternehmen aus der Werbebranche Interesse am ursprünglichen Konzept und war bereit, einen langfristigen Mietvertrag zu unterschreiben. Dem haben wir zugestimmt – in Abstimmung mit der Stadt Hamburg.

Gegen diese Entscheidung hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die seitdem vehement dagegen vorgeht. Ihr Hauptvorwurf: Das Kreativhaus würde auf Kosten dringend benötigter Wohnungen entstehen. Was dabei verschwiegen wird: Statt 41 geförderte Wohnungen auf dem Zeise-Areal bauen wir nun 47 – also sogar 6 mehr – in Nachbarschaft zu „Zeise 2“ auf der Fläche des ehemaligen Hochbunkers an der Behringstraße. Das Kuriose: Darüber berichtet kaum einer.

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Gibt es denn in Ottensen nicht genügend Arbeitsplätze?

Leider nein! Im Gegenteil: Der Stadtentwicklungsprozess hat dazu geführt, dass kaum noch gewerbliche Arbeitsplätze in Ottensen verblieben sind. Geschlossene oder abgewanderte Betriebe wurden fast vollständig durch Wohnungsbau ersetzt. „Zeise 2“ entspricht also voll und ganz der städteplanerischen Zielsetzung, Arbeitsstätten in Ottensen anzusiedeln und somit wieder ein gemischtes Quartier zu schaffen. Von einem ausgewogenen Verhältnis von Arbeiten und Wohnen profitiert der ganze Stadtteil!


Aber Ottensen braucht doch trotzdem mehr bezahlbaren Wohnraum, oder?

Richtig! Daher unterstützen wir auch das Wohnungsbauprogramm des Senats, beispielsweise mit den erwähnten 47 Sozialwohnungen. Im Umkreis von ca. 1.000 Metern werden darüber hinaus in den nächsten Jahren zwischen 5.000 und 6.000 neue Wohnungen gebaut, zu etwa einem Drittel im öffentlich geförderten Wohnungsbau. Im Übrigen hat das für „Zeise 2“ mitverantwortliche Unternehmen Quantum bislang mehr als 800 Sozialwohnungen realisiert, beispielsweise durch das Projekt „Wohnen am Suttnerpark“. Wir wollen uns damit keineswegs auf die eigene Schulter klopfen, sondern lediglich verdeutlichen, dass wir uns unserer Verantwortung als Hamburger Immobilienfirmen bewusst sind.

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Führt die Ansiedlung von 850 Arbeitsplätzen nicht zu einem Verkehrs- und Parkchaos in Ottensen?

Keineswegs! Etwa 90 % der Mitarbeiter unseres künftigen Mieters werden mit Bus, Bahn oder Fahrrad zur Arbeit kommen. Zudem entsteht unter dem Bürokomplex eine Tiefgarage mit 169 Stellplätzen – ein Drittel ganztägig, der Rest abends und nachts öffentlich nutzbar. Daher wird sich die Parksituation nicht weiter verschärfen. Ein gutes Beispiel hierfür ist IKEA Altona: Auch dort blieb das von den Kritikern prophezeite Verkehrschaos ebenso aus wie eine Verdrängung eingesessener Betriebe oder unzufriedene Einzelhändler.


Ist durch „Zeise 2“ mit einem Anstieg der Wohnungs- und Büromieten in Ottensen zu rechnen?

Nein! Zum einen wohnt etwa jeder vierte Mitarbeiter des künftigen Mieters bereits in Ottensen und Umgebung. Mit einer Zuzugswelle ist daher nicht zu rechnen. Zum anderen gibt es in Ottensen einige leerstehende Büroflächen. Dieser Leerstand ist bedauerlich, sorgt aber für ein konstantes Preisniveau, auch für Kleingewerbeflächen. Für unseren Mieter sind diese freistehenden Flächen aber ungeeignet.

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Mal ehrlich: Ihr wollt doch mit „Zeise 2“ möglichst viel Geld verdienen und habt Euch deshalb für einen Bürokomplex entschieden?

Nicht wirklich! Selbstverständlich ist es das Ziel eines jeden Unternehmers, Geld zu verdienen und Arbeitsplätze zu sichern. Das gilt für den Gemüsehändler an der Ecke genauso wie für große Unternehmen. Auch unsere Projektgegner wollen in ihren Berufen Geld verdienen. Daran ist nichts auszusetzen. Aber es geht uns bei „Zeise 2“ nicht um Gewinnmaximierung – wir waren einfach vom ersten Moment an überzeugt, dass unser Konzept die beste Lösung für den Standort darstellt.


Ein 6-geschossiger Bürokomplex? Das wird doch bestimmt hässlich.

Im Gegenteil! Auf dem Grundstück entsteht ein äußerst attraktives Bürogebäude, das sich harmonisch in das Zeise-Quartier einfügt. Die ansprechende Architektur des renommierten Architekturbüros „Störmer Murphy and Partners“ berücksichtigt dabei bewusst Umgebung und Denkmalschutz. Dabei sind drei Untergeschosse notwendig, da wir eine Baulast von 134 Stellplätzen aus dem Zeise-Bestand übernommen haben. Anders ausgedrückt: charmantes Design statt hässlicher Parkplatz.

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Wer ist eigentlich der Mieter und passt er überhaupt zu Ottensen?

Das passt! Denn der Mieter WPP ist ein international agierendes Unternehmen aus der Werbebranche, der seine Hamburger Agenturen (u.a. Scholz & Friends sowie 11 weitere) aus anderen Hamburger Stadtteilen nach Ottensen als gemeinsamen Standort verlegen möchte – gegen den Trend vieler anderer Medienunternehmen, die es vermehrt nach Berlin zieht. Und kreative Menschen passen doch wirklich gut in diesen bunten Stadtteil mit seiner Tradition als Medien- und Kreativstandort. Woher das Misstrauen einiger Projektkritiker gegenüber der Werbebranche resultiert, ist uns schleierhaft. Zumal viele Gegner selbst in der Medien- und Kommunikationsbranche tätig sind.


Butter bei die Fische: Steckt ihr mit der Politik unter einer Decke?

Natürlich nicht! Verschwörungstheorien über geheime Absprachen oder Hinterzimmertreffen gehören ins Reich der Fantasie. Wir haben uns das Grundstück weder günstig erschlichen, noch haben wir Bebauungspläne, öffentliche Ausschreibungen oder Fristen umgangen. Wir handeln nach Recht und Gesetz – für „Zeise 2“ gibt es daher auch eine breite politische Mehrheit in Hamburg. Wir haben es allerdings versäumt, auch die Öffentlichkeit rechtzeitig von unseren Plänen zu informieren. Das war ein Fehler, der zu viel Unverständnis und Unmut geführt hat.

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Mit anderen Worten: „Zeise 2“ ist gar nicht so schlimm, wie es von einigen Wenigen dargestellt wird?

Genau! Wer die Fakten zu „Zeise 2“ betrachtet, der kann nur zu einem Ergebnis kommen: Das Projekt ist keine Bedrohung für Ottensen und wird dem Stadtteil keinen Schaden zufügen.


Wird „Zeise 2“ überhaupt gebaut oder doch noch von der Bürgerinitiative verhindert?

Wir bauen! Wir haben einen gesetzlichen Anspruch darauf, „Zeise 2“ umzusetzen und eine von der Stadt erteilte Baugenehmigung. Selbst ein erfolgreicher Bürgerentscheid würde daran nichts ändern.

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